Ein Baudarlehen für die
Immobilienfinanzierung
Der Weg zum eigenen Heim:
Das Baudarlehen gilt als eine zweckgebundene Kreditvariante, die ausschließlich für ein Immobilienvorhaben verwendet werden darf. Entgegen der eigentlichen Bedeutung des Begriffes "Bau", darf ein Hausbaukredit nicht nur für den tatsächlichen Bau eines Hauses, sondern darüber hinaus auch für den Kauf von Haus und Grund, sowie für Umbau-, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen verwendet werden.
Zur Planung einer Baufinanzierung empfiehlt es sich, vorab bei den verschiedenen Kreditinstituten die Konditionen zu vergleichen. Hierzu ist es hilfreich, sich mehrere konkrete Angebote einzuholen. Das Internet bietet zahlreiche Vergleichsrechner, mit denen Gebühren, Zinsen, Laufzeit etc. verglichen werden können, um die optimale Immobilienfinanzierung sicherzustellen.
Zu den wesentlichen Punkten, die es bei einem optimalen Baukredit zu berücksichtigen gilt, gehören neben einem geringen Effektivzinssatz und einer niedrigen Eigenkapitalforderung möglichst niedrige Bearbeitungsgebühren und die Option auf gesonderte Tilgungen im Bedarfsfall. Zusätzlich sollte die Frist der Zinsbindung variabel sein, um Zeiten günstiger Zinsen nutzen zu können.
Hinsichtlich der Kredithöhe sind prinzipiell keine Obergrenzen gesetzt. Der Mindestbetrag des Darlehens beginnt in der Regel ab 30.000 Euro.
Bevor eine Baufinanzierung konkret beantragt wird, sollte der Kreditnehmer einen detaillierten Finanzierungsplan ausarbeiten. Dieser dient der Kalkulation der monatlichen Belastungen bis zum Ende der Laufzeit des Darlehens und beinhaltet neben der benötigten Kreditsumme und den monatlichen Fixkosten das Eigenkapital sowie eventuelle Eigenleistungen, die im Zusammenhang mit der Immobilie erbracht werden. Für den eigentlichen Antrag setzt das kreditgebende Institut neben der Volljährigkeit ein seit mindestens sechs Monaten bestehendes unbefristetes Arbeitsverhältnis und eine einwandfreie Schufa voraus.
Es ist förderlich, wenn ein zweites Einkommen, beispielsweise über den Lebenspartner, vorhanden ist, um mögliche Risiken zusätzlich zu minimieren.
Falls eine Immobilie ohne oder mit nur sehr geringem Eigenkapital finanziert werden soll, ist von deutlich höheren Darlehenskosten auszugehen. Als Faustregel gilt: je geringer das Eigenkapital, desto geringer die Sicherheiten für den Kreditgeber und umso teurer die Baufinanzierung. Sollte keinerlei Eigenkapital vorhanden sein, wird es sehr schwer werden, den Kredit genehmigt zu bekommen, bzw. kaum zu einigermaßen finanzierbaren Konditionen. In dem Fall macht es Sinn vorab zumindest 10 Prozent Eigenkapital anzusparen. Üblicherweise liegt der Eigenanteil einer Immobilienfinanzierung bei 20 bis 30 Prozent.
Wer sich außerdem entscheidet, so genannte erneuerbare Energien (z.B. Solaranlage, Wärmepumpe etc.) beim Hausbau zu verwenden, kann mit erheblichen Fördermitteln und Zuschüssen rechnen.